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© Mara Pollak, 2022


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Mara Pollak Holzfällen 2021
Mara Pollak Holzfällen 2021
Mara Pollak Holzfällen 2021
Mara Pollak Holzfällen 2021
Mara Pollak Holzfällen 2021
Mara Pollak Holzfällen 2021
Mara Pollak Holzfällen 2021
Mara Pollak Holzfällen 2021
Mara Pollak Holzfällen 2021
Mara Pollak Holzfällen 2021
Mara Pollak Holzfällen 2021
Mara Pollak Holzfällen 2021

Holzfällen

Die Arbeit befasst sich mit der ästhetischen Reproduktion von Natur. Die Erscheinung von Natur wird hierbei gewissermaßen ohne jene selbst reproduziert. Die Motive der gezeigten Fotografien reichen von diversen Zäunen aus künstlichen Holzpfosten, über Parkbänke in Holzoptik, bis hin zu Sitzgelegenheiten aus unechten Baumstämmen. Durch diese künstlichen Surrogate wird ein Bedürfnis nach Natur durch die imaginierten Gesten von Natürlichkeit befriedigt. Gerade in unseren Tagen gilt »Natur« als kulturelle Leitvorstellung: Natur als Freizeitwert, als Bestandteil der Warenästhetik, als politische Zielvorstellung – Natur als Qualitätsprädikat für alles und jedes.
In welcher Welt bedarf der Mensch zu leben – gesellschaftspolitisch, öffentlich, wie auch privat, im Hinblick auf die eigenen vier Wände? Diese Fragestellung verhandelt die Künstlerin immer wieder in ihren Arbeiten. Es gilt, die Betrachtung des Individuums darzustellen, wobei die Abwesenheit des Selbigen eine maßgebliche Rolle spielt. Ihre Abbildungen der Imitationen thematisieren das Falsche, ironisieren und entlarven die Replik, zeigen deren Allgegenwart in Öffentlichkeit, Kultur und Alltag und machen eines deutlich: Die Lust am Falschen ist eben doch immer auch eine Lust am Echten. Auch die skulpturale Arbeit Overturn thematisiert die Lust am Falschen. Kegelförmig aufeinandergestapelte Steine aus Textil erinnern an sogenannte Steinmännchen, die als archaische Form der Wegmarkierung, oder zeremonielles Zeichen in verschiedenen Kulturen – wie beispielsweise buddhistischen Tempeln oder japanischen Friedhöfen – Verwendung finden. Die Wegzeichen sollen insbesondere in unübersichtlichem und unwegsamem Gelände die Orientierung erleichtern. In von Tourismus stark geprägten Gegenden werden häufig große Ansammlungen von Steinmännchen errichtet, die keinerlei Funktion als Wegweiser haben. Die teils inflationär aufeinander geschichteten Steine, können dabei zu Beeinträchtigungen in der Tier- und Pflanzenwelt führen. Dieses »Rock Balancing« findet sich auch in der darstellenden Kunst und bezeichnet eine spezielle Form von Land Art, welche außer dem ästhetischen keinem weiteren Zweck dient. Entsprechend ihrer realen Vorbilder, so bleibt auch die Arbeit Overturn ephemeral, sowie imaginierte Geste.


Fotografien:
Pigment-Druck
Diverse Formate
gerahmt

Overturn:
Pigmentdruck auf Tricot,
Watte, Garn
(handmade)